10.02.2016 / 17:08 - Rubrik: Kultur

Internationale Tagung zum Werk von Julius Lips

Internationale Tagung zum Werk von Julius Lips
Quelle: Rheinisches Bildarchiv Köln Meier Wolfgang F., rba_d029031


„Der Blick auf die Europäer“


Im US-amerikanischen Exil hat Julius Lips, von 1928 bis 1933 Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums, 1937 das antirassistische und antikoloniale Buch „The Savage hits back or the White Man through native eyes“ publiziert. Sein Werk steht im Mittelpunkt einer Tagung am Freitag, 12. Februar 2016, von 13.30 Uhr bis 20 Uhr und Samstag, 13. Februar 2016, von 9.30 bis 20 Uhr im Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt, Cäcilienstraße 29-33. Der Kongress in englischer Sprache steht unter dem Titel „The Savage hits back revisited. Art and Global Contemporaneity in the Colonial Encounter”.



Lips‘ wissenschaftliche Perspektive war in seiner Zeit herausragend: Er zeigte nicht das „Exotische“ der Kolonien, sondern, wie Europäer in anderen Regionen der Welt wahrgenommen wurden. Welche Stellung aber haben solche Objekte in der Wissenschaftsgeschichte? Dies diskutieren Kunstwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Ethnologinnen und Ethnologen aus den USA, Australien, Kanada, England, Dänemark und Deutschland.



Zu den Referenten zählen:



Zoe S. Strother, Riggio Professorin für Afrikanische Kunst an der Columbia University New York, mit besonderem Forschungsschwerpunkt auf Zentral- und Westafrikanischer Kunstgeschichte. Sie erforscht die wechselhafte Geschichte und die Beziehung von Bild und sozialer Vorstellungswelt mit Fokus auf dem 20. und 21. Jahrhundert.



Suzanne Preston Blier, Historikerin für Afrikanische Kunst und Architektur, Allen Whitehill Clowes Professor of Fine Arts und Professorin für Afrikanische und Afroamerikanische Studien an der Harvard University in Cambridge, USA.



Nii O. Quarcoopmome, Kurator für afrikanische Kunst und Leiter der Abteilung Afrika, Ozeanien und des Indigenen Nord- und Südamerikas am Detroit Institute of Arts in Detroit, USA. Zu seinen Forschungsbereichen gehören Afrikanische Diaspora und Kunst.






Christopher Pinney, Professor für Anthropologie und Visuelle Kultur am University College London. Er forscht zu Kunst und Visueller Kultur in Südasien mit Fokus auf der Geschichte der Fotografie und der Chromolithografie in Indien.



Die Wissenschaftler beleuchten Lips´ Buch als Pionierwerk für die spätere Ethnologie und eine global ausgerichtete Kunstgeschichte. Anhand von „Objektbiographien“ beleuchten sie einzelne Darstellungen im Detail und arbeiten so Geschichten des Kulturkontakts auf.



Das Rautenstrauch-Joest-Museum veranstaltet die Tagung in Kooperation mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkolleg „Locating Media“ der Universität Siegen.



Das detaillierte Veranstaltungsprogramm finden Sie unter dem Link unten.



Interessierte können sich für die Tagung bis Donnerstag, 11. Februar 2016, unter anna.brus@uni-siegen.de per E-Mail anmelden.



Wie werden Europäer in anderen Kulturen der Welt wahrgenommen und dargestellt? Dies ist Thema bei einer Tagung zum Werk von Julius Lips am 12. und 13. Februar 2016 im RautenstrauchJoest-Museum – Kulturen der Welt.





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