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25.01.2016 / 18:53 - Rubrik: Rodenkirchen

Neujahrsempfang der BV Rodenkirchen an der Realschule Godorf

Neujahrsempfang der BV Rodenkirchen an der Realschule Godorf
(Foto: Laura Maretzky)


Die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. hatte zu ihrem traditionellen Neujahrempfang in die die Johannes-Gutenberg-Realschule in Köln-Godorf am 24. Januar 2016 eingeladen. Der Einladung waren rund 350 Gäste gefolgt. In entspannter Atmosphäre hörten sie beschwingte Lieder des Schülerchors der Realschule und die nachweihnachtlichen Stücken des Rodenkirchener Kammer Orchesters. Große Aufmerksamkeit erfuhren die zwei Redner, Schulleiter Michael Roske, und der Vorsitzende der Bürgervereinigung, Dieter Maretzky.

Dieter Maretzky konnte viele politische Vertreter willkommen heißen, so auch die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die auch Mitglied des Bundestages ist. Ebenso wurden Ingrid Hack, Abgeordnete des Landtages, die Mitglieder des Bundestages, Professor Heribert Hirte und Volker Beck sowie die Damen und Herren des Rates, Alexandra Gräfin von Wengersky, Bernd Petelkau, Marion Heuser, Monika Roß-Belkner, Rafael Struwe und der Bezirksbürgermeister Mike Homann mit vielen Kolleginnen und Kollegen der Bezirksvertretung Rodenkirchen begrüßt. Unter Ihnen waren Peter Heinzlmeier, Hans-Josef Küpper, Wasilis Pavegos, Christoph Schykowski, Dr. Sabine Müller, Dr. Jörg Klusemann, Karl-Heinz Daniel, Karl Wolters und Torsten Rüdiger Ilg.

Für den Neujahrsempfang 2016 war die Wahl auf die Johannes-Gutenberg-Realschule in Godorf gefallen, da diese sehr gut aufgestellte Schule über freie Schulplätze verfügt. Viele Eltern und Lehrer an den Grundschulen wissen leider nicht, dass 80 Prozent der Schulabgänger dieser Realschule sich für einen höheren schulischen Bildungsweg qualifizieren und so die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife (Fachabitur) erreichen.

Zu den Flüchtlingen in Godorf sagte Dieter Maretzky: „Mit dem Bezug des neuen Wohnhauses werden es hier über 200 Flüchtlinge sein, und das bei 2383 Einwohnern insgesamt. Wir wollen die engagierte Arbeit der Realschule, die über eine Vorbereitungsklasse für die Flüchtlingskinder verfügt, und die Ehrenamtler, die sich mit vielerlei Hilfen um die Flüchtlinge kümmern, würdigen und unterstützen.“ Er gab einen kleinen Hinweis auf die Willkommensinitiative „Willkommen in Sürth (WiSü)“, die auch in Zusammenarbeit mit der Bürgervereinigung in Rodenkirchen aktiv ist. Monika Wilke (WiSü) hatte einen Informationstisch aufgebaut und lädt herzlich jeden 1. Mittwoch im Monat in das Cafe Fuga in Rodenkirchen in der Wabe ein. Dort besteht Gelegenheit zur Begegnung mit den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Dieter Maretzky blickte auf die Themen der Neujahrsempfänge der letzten Jahre zurück, und musste leider feststellen, dass nicht sehr viel geschehen ist:

• Das Rathaus in Rodenkirchen: Es gibt immer noch keinen Zeitplan für die Planung und sie wird auch nur „in Aussicht gestellt“.

• Der Neubau der Feuerwache für die Freiwillige Feuerwehr auf dem Sürther Feld steht in den Sternen.

• Die Verbesserung der Schulsituation lässt auf sich warten: Die Realisierung des Neubaus der EMA-Grundschule auf dem Sürther Feld soll erst 2020 kommen und die Planung einer weiterführenden Schule bei Rondorf ist nirgendwo auf der Tagesordnung der Verwaltung.

• Der Bau der Mensa für die Realschule, ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden, der Ganztagsbetrieb muss irgendwie so gehen.

• Die Schaffung eines Treffpunktes für die Jugend in Rodenkirchen wird seit Jahren diskutiert.

Bei diesen Themen hofft Maretzky, dass sich im Jahr 2016 etwas bewegen wird:

• Der Erhalt der Sürther Aue ist zu sichern: Keine Hafenerweiterung in Godorf! Hier haben wir gemeinsam mit vielen Menschen und guten Aktionen in 30 Jahren erreicht, dass der Ausbau gestoppt ist. Die neue Koalition im Rat Kölns will diese Pläne und das Thema beendigen. Die Fachverwaltung hat weit Wichtigeres zu tun! 30 Jahre Kampf gegen den Ausbau ist genug!

• Die Fortführung der Linie 17 bis Godorf und noch besser bis Wesseling ist sehr wichtig! Dann wird sie auch besser ausgelastet sein! Das sollte auch für die Linie 16 gelten, so fordert die CDU-Fraktion in der BV.

• Die deutlich bessere Nahverkehrsanbindung für Rondorf, Immendorf und Meschenich ist ebenso wichtig. Das sieht auch so die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung, die diesen Antrag gestellt hat: „Immendorf ist abends ab 19:30 Uhr mit dem ÖPNV nicht mehr zu erreichen. Um alle Wohnorte am Rande der Stadt für alle Altersgruppen attraktiv zu halten, ist eine Anbindung aller Ortschaften von großer Bedeutung. Eine Reduzierung des PKW-Verkehrs erfordert auch eine ausreichende Infrastruktur des ÖPNV-Netzes. Unabhängig davon hat die BV Rodenkirchen seit Jahren eine Taktverdichtung der Linie130 auf 10 Minuten beschlossen. Dieser Beschluss sollte ebenfalls beim nächsten Fahrplanwechsel umgesetzt werden.“

Die Bürgervereinigung hofft, dass diese Buslinie ab Frühjahr 2017 durch das Neubaugebiet Sürther Feld fahren wird.

Dieter Maretzky betonte in seiner Rede, „dass die Integration von Flüchtlingen für uns alle eine wichtige und vordringliche Aufgabe ist, ebenso die baldige Freistellung der Sporthallen, damit sie wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden können, denn sie werden auch für die Integration benötigt.“

Dringend forderte Maretzky, dass die Container an der Eygelshovener Straße maximal zwei Jahre verbleiben, damit bald das Nahversorgungszentrum, die Kita und Wohnungen gebaut werden können, da alles baldmöglichst benötigt wird. Zudem müsse die OSK, die Offene Schule Köln, bald ein eigenes Schulgebäude erhalten, denn sie platze an der Industriestraße aus allen Nähten.

Dieter Maretzky legte ein Veto gegen die provisorische Vergrößerung der Gesamtschule Rodenkirchen um 350 Schulplätze in Containern neben dem Neubau ein. Das Problem müsse durch einen Schulneubau in Rondorf gelöst werden.

„In Köln und in unserem Stadtbezirk werden wir weder Hass und Rassismus dulden. Es darf keine Obergrenze für Menschlichkeit geben! Aber Kriminelle jeder Art gehören bestraft, betonte Dieter Maretzky abschließend in seiner Rede.

Der Vorsitzende der Bürgervereinigung dankte dem Schulleiter Michael Roske und seinem Team sowie den Schülerinnen und Schülern für die tolle Vorbereitung des Empfanges, dem Schulchor und dem Rodenkirchener Kammer Orchester e.V. für die musikalischen Beiträge.

Auf dem Neujahrempfang wurde die neue Broschüre der Bürgervereinigung Rodenkirchen verteilt. Hier erfahren Interessierte mehr über die aktuellen Positionen und die 50jährige Geschichte des Vereins. Die Broschüre ist auf der Startseite der Homepage der Bürgervereinigung (Link unten)abrufbar und enthält auch weitere Informationen über den Stadtteil Godorf.

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