19.01.2016 / 17:42 - Rubrik: Rodenkirchen

Integration per Praktikum in Rodenkirchen

Integration per Praktikum in Rodenkirchen
Letzte Woche begann Natnael Zeregergis aus Eritrea ein Schülerpraktikum, Süleyman Cetin wurde verabschiedet. v.l.n.r.: Désirée von Hinckeldey, Süleyman Cetin, Natnael Zeregergis und Dieter Maretzky.


Integration per Praktikum: Bürgervereinigung Rodenkirchen und das Team Hinckeldey engagieren sich für die berufliche Integration von Flüchtlingen



Die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. (BVR) und das Team Hinckeldey, Spezialist für Drucker und Kopierer, engagieren sich für die Integration von Flüchtlingen. Wenn der gute Wille da ist, kann es einfach und schnell gehen, so wie in diesem Fall.

Geschäftsführerin Désirée von Hinckeldey möchte den Appellen der Bundesregierung und IHKs Taten folgen lassen, Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Als Mitglied der Bürgervereinigung Rodenkirchen wollte sie gerne einem jungen Menschen aus einer Flüchtlingsunterkunft im Kölner Süden ein Praktikum anbieten. BVR-Vorstand Dieter Maretzky führte zwei Telefonate und schon konnte sich ganz unbürokratisch Natnael Zeregergis bewerben und als neuer Praktikant beginnen. Der fast 18-jährige besucht die internationale Förderklasse des Berufskollegs Ulrepforte. Vor einem Jahr flüchtete er zusammen mit seinen Eltern wegen politischer Unruhen aus Eritrea. Er spricht und schreibt schon recht gut Deutsch. Im Rahmen seiner fachpraktischen Ausbildung absolviert er jetzt sein Schülerpraktikum in der Sparte Kopierer und Drucker.



Der Einstieg in das Praktikum gelang nahtlos. Süleyman Cetin, der im Rahmen einer Umschulung vom Fahrzeuglackierer zum IT-Elektroniker sein Praktikum beim Team Hinckeldey nun beendete, konnte seinen Nachfolger noch ein wenig einarbeiten. Denn der angehende IT-Fachmann ist bald fertig mit seiner Ausbildung am Berufsförderungswerk der Diakonie Michaelshoven.



„Obwohl unser neuer Schülerpraktikant erst wenige Tage bei uns im Unternehmen ist, zeigt er sich als sehr aufgeschlossen, ehrgeizig, fleißig und Technik orientiert“, sagt Geschäftsführerin Désirée von Hinckeldey. Er sei ein pfiffiger, netter junger Mann, der gut ins Team passe. Natnael Zeregergis hat eine ruhige Hand, wie er bereits unter Beweis stellten konnte: So durfte er einen kurzen Film für das Internet drehen, was ihm sichtlich viel Spaß gemacht hat.



Es ist nicht das erste Praktikum, das die Bürgervereinigung Rodenkirchen auf dem kurzen Weg vermittelt. Ein junger syrischer Pharmazeut absolviert ein Praktikum in einer Apotheke.



„Herzlichst danken wir dem Team Hinckeldey für die Hilfe. Wir freuen uns über weitere Praktika-Angebote von Unternehmen aus dem Kölner Süden. Damit helfen sie den Flüchtlingen, sich schneller in die Arbeitswelt und unsere Nachbarschaft zu integrieren“, sagt Dieter Maretzky. Interessierte Arbeitgeber können der Bürgervereinigung Rodenkirchen Praktika-Plätze melden, die dann an die verschiedenen städtischen und karitativen Organisationen weitergeleitet werden.



Das Team Hinckeldey bietet einem weiteren technisch orientierten Praktikanten mit Migrationshintergrund eine berufliche Orientierung. Gesucht wird ein Praktikant, der den Monteuren hilft und sie bei Außenterminen begleitet, wenn sie Kopierer und Drucker reparieren.



Asylbewerber und Geduldete können mittlerweile leichter ein Praktikum machen. Denn die Bundesagentur für Arbeit muss dem nicht mehr zustimmen. Die entsprechend geänderte Beschäftigungsordnung gilt seit dem 1. August 2015. Diese neue Regelung gilt für Pflicht- und Orientierungspraktika, ausbildungs-oder studienbegleitende Praktika bis zu drei Monaten und für die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.







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