01.12.2019 / 13:07 - Rubrik: Rodenkirchen

Kraftwerksneubau bei Shell nimmt Fahrt auf

Kraftwerksneubau bei Shell nimmt Fahrt auf


Der Bau eines neuen, vollständig gasbetriebenen Kraftwerks im Werksteil Godorf der Shell Rheinland Raffinerie schreitet gut voran: Die Fundamentarbeiten wurden begonnen, über 100 Kilometer Kabel sind schon verlegt. Der Bau des neuen Schalthauses liegt in den letzten Zügen, und die Gasversorgung ist vorbereitet. Ziel der Modernisierung ist, den CO2-Ausstoß der Rheinland Raffinerie maßgeblich zu reduzieren, die lokale Luftqualität zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern - auch im Hinblick auf die Arbeitsplätze in der Region. Der Betrieb soll ab 2021 aufgenommen werden.

Das neue Kraftwerk wird den Energie- und Dampfbedarf der Rheinland Raffinerie in Zukunft deutlich umweltschonender decken. So kann der Standort die wachsende Nachfrage nach saubereren Kraftstoffen, Basischemikalien und anderen Spezialprodukten in Deutschland und Europa bedienen. Mit der Umstellung von Öl- auf Gasbefeuerung lassen sich die CO2-Emissionen der Raffinerie um bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr senken. Auch der Ausstoß von Stick- und Schwefeloxiden wird signifikant reduziert - das bedeutet sauberere Luft für die direkte Nachbarschaft und die Region.

Nachdem im Juli die vorzeitige Baugenehmigung für das Projekt erteilt worden war, konnte Shell mit den Arbeiten beginnen. Seitdem hat sich an der Baustelle viel getan. So wurden 7.000 Kubikmeter Erde bewegt, die Vorbereitungen für Gasversorgung und Elektroinstallationen vorangetrieben, der Rohbau des Schalthauses errichtet und mit dem Boilerfundament begonnen. Am 28. November konnten sich Medien sowie Behörden- und Nachbarschaftsvertreter bei Baustellenbegehungen in der Rheinland Raffinerie ein eigenes Bild verschaffen.

´Der Bau ist für uns ein weiterer Schritt hin zu einer saubereren und wettbewerbsfähigeren Rheinland Raffiniere´, sagte Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath. ´Wir haben uns vorgenommen, alles in zwei Jahren zu schaffen. Insgesamt kommen zwischen 300 und 400 Techniker, Handwerker und Ingenieure zum Einsatz. Entsprechend umtriebig geht es hier zu. Dabei hat unser Sicherheitscredo ´Goal Zero´ - also null Unfälle - allerdings die höchste Priorität.´

Ab 2021 sollen die neuen gasbefeuerten Kessel schrittweise in Betrieb genommen werden, um Dampf für die Raffinerieprozesse sowie Energie zu erzeugen. Die Modernisierung des Godorfer Kraftwerks ist jedoch nicht das einzige aktuelle Projekt zur Ausrichtung auf die Zukunft in der Raffinerie. Shell baut am Standort Wesseling außerdem die bis dato weltweit größte Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage.
Wasserstoff wird für die Verarbeitung von Produkten der Raffinerie genutzt. Die neue Anlage ermöglicht eine Wasserstoffherstellung mit Strom statt fossilen Brennstoffen, was zur weiteren Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks beiträgt. Die Anlage soll 2020 fertiggestellt werden und bis zu 1.300 Tonnen Wasserstoff pro Jahr herstellen können.

´Die Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage und der Kraftwerkneubau tragen zur weiteren Verbesserung der Umweltbilanz und Wettbewerbsfähigkeit einer unserer größten Raffinerien bei´, sagte Dr. Thomas Zengerly, Geschäftsführer von Shell in Deutschland. ´Verbesserungen der Energieeffizienz haben bereits dazu geführt, dass unsere Rheinland Raffinerie in den vergangenen zehn Jahren 33 Prozent1 weniger CO2-Emissionen ausgestoßen hat.´

Rheinland Raffinerie im Verbund der Shell Raffinerien weltweit
Die Shell Rheinland produziert täglich genug Kraftstoff, um sieben Millionen Fahrzeuge in Bewegung zu halten, stellt 10 Prozent der deutschen Bitumen-Versorgung sicher und produziert Basischemikalien für Europas wachsende petrochemische Industrie. Shell betreibt weltweit 14 Raffinerien in acht Ländern, die in der Lage sind, nahezu drei Millionen Barrel Öl pro Tag zu hochwertigen Kraftstoffen, Spezialprodukten und Petrochemikalien zu verarbeiten.
Es wird erwartet, dass die globale Nachfrage nach diesen Produkten in den kommenden zwei Jahrzehnten steigen wird, wenn die Bevölkerung weiter wächst und mehr Menschen einen höheren Lebensstandard erreichen. Im Rahmen seines Raffinerieportfolios investiert Shell in Projekte, die die Energieeffizienz verbessern und die Zuverlässigkeit erhöhen, sowie in kohlenstoffarme Energielösungen. Beispielsweise stellt eine neue Solarfarm dem Moerdijk Chemiewerk in den Niederlanden saubere Energie zur Verfügung. Zudem hat das Shell Projekt zur CO2-Abscheidung und -Speicherung in der Shell Scotford Raffinerie in Kanada insgesamt mehr als 4 Millionen Tonnen CO2 sicher gespeichert.

Weitere Informationen rund um den Kraftwerksneubau finden Sie unter dem Link unten sowie in der Broschüre ´Mit Dampf in die Zukunft´

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