20.10.2019 / 11:51 - Rubrik: Rodenkirchen

Shell: Großstillstand beendet - Konversionsanlage optimiert

Shell: Grostillstand beendet - Konversionsanlage optimiert
Schwerlast am Haken: Der 90 Tonnen schwere und 20 Meter lange Entsalzer beim Austausch


Die Rheinland Raffinerie hat die planmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Werksteil Godorf genutzt, um in die Anlagen und damit den Standort zu investieren. Im Zentrum standen dabei die sogenannte Konversionsanlage sowie ein neuer Entsalzer, die jetzt zum Ende des Großstillstandes zusammen mit den anderen Anlagenteilen sukzessive wieder in Betrieb genommen werden.

Die Konversionsanlage sorgt dafür, dass bei der Rohölverarbeitung am Ende mehr hochwertige Mineralölprodukte, sogenannte Mitteldestillate, anfallen. Der Grundstock für diesen Werksteil wurde bereits 1983 gelegt. In den folgenden Jahren wurde das Aggregat sukzessive erweitert. ´Mit Ende der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten nehmen wir die optimierte Anlage in Betrieb´, sagt Dr. Ulrike Richter, Leiterin der Konversionsanlage. Im Ergebnis kann so die Aufarbeitung des Rohöls flexibler gestaltet und die Produktpalette je nach Anforderung des Marktes besser gesteuert werden.

Bei der Destillation wird Rohöl in verschiedene Kohlenwasserstoffe zerlegt. Dabei entstehen schwere und leichte Destillate, auch Fraktionen genannt. Sie werden in weiteren Schritten unter anderem zu Flüssiggas, Benzin, Diesel, Heizöl und Bitumen verarbeitet. Gleichzeitig entsteht jedoch auch immer ein bestimmter Anteil an Rückstand. Um diesen Rückstand, der durch lange Kohlenwasserstoffketten gekennzeichnet ist, ebenfalls weiter verarbeiten zu können, wird er in der Konversionsanlage in kürzere Kohlenwasserstoffmoleküle aufgespalten (gecrackt). In Godorf geschieht dies im sogenannten Hydrocracker.

Dafür wurden in den vergangenen Wochen unter anderem eine neue Kolonne, neue Wärmetauscher, Luftkühler und Behälter installiert und in modernste Sicherheitstechnik investiert. Darüber hinaus wurde ein neuer Entsalzer eingebaut. In diesem etwa 90 Tonnen schweren und 20 Meter langen Behälter werden dem Rohöl - vor den eigentlichen Verarbeitungsprozessen - Wasser und Salz entzogen.

´Unser Ziel ist, die Raffinerie auch in den kommenden Jahren weiter sicher und zuverlässig zu betreiben´, sagt Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath. Selbstverständlich ist die Raffinerieleitung bemüht, die Auswirkungen des Wiederanfahrens der Anlagen auf die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Fackeltätigkeit kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Fackel ist eine wichtige und gesetzlich vorgeschriebene Einrichtung. Überschüssiges Gas, das beim Wiederanfahren der Anlagen nicht verwertet werden kann, wird zur Fackel geleitet und kontrolliert verbrannt.

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