28.08.2019 / 15:59 - Rubrik: Rodenkirchen

Rheinland Raffinerie: Großstillstand in Godorf

Rheinland Raffinerie: Grostillstand in Godorf


Die Rheinland Raffinerie unterzieht ihre Anlagen in festgelegten Abständen planmäßigen Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten. Ein solcher Großstillstand steht Anfang September bis Mitte Oktober im Werksteil Köln-Godorf an. Bei dieser gesetzlich vorgeschriebenen TÜV-Untersuchung wird ein Großteil der Anlagen nach einem festgelegten Prozess abgeschaltet, gereinigt, inspiziert und bei Bedarf repariert oder es werden Komponenten erneuert. In einem nächsten Schritt werden die Anlagen von unabhängigen Prüfern kontrolliert und schließlich eine Verlängerung der Betriebserlaubnis ausgestellt.

Auch wenn die zuständigen Fachabteilungen der Raffinerie über große Erfahrungen mit derartigen Stillständen verfügen, sind mit der Planung, der Abschaltung der Anlagen, der sicheren Umsetzung der Wartungsarbeiten und der Inbetriebnahme große Herausforderungen verbunden. Entsprechend wurde der Großstillstand seit drei Jahren generalstabsmäßig vorbereitet.

Zur Vorbereitung wurden 100.000 Kubikmeter Gerüste verbaut. 30 Kräne kommen zum Einsatz. Der detaillierte Terminplan umfasst 1200 Seiten. 55000 einzelne Arbeitsschritte sind vorgeplant, die anhand einer mehrere Tausend Seiten langen Checkliste abgearbeitet werden. Unter anderem werden allein 50.000 Dichtungen und 115.000 Schrauben ausgetauscht.

Dabei werden die Kollegen der Rheinland Raffinerie von zusätzlich 2500 Mitarbeitern verschiedenster Fremdfirmen unterstützt. Um das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen zu regeln, hat die Raffinerieleitung mit der Stadt Köln ein entsprechendes Verkehrs- und Logistikkonzept erarbeitet. Auf dem Gelände der Raffinerie am Kiesgrubenweg und dem ehemaligen Sportplatz an der Bunsenstraße wurde zusätzlicher Parkraum geschaffen, 325 extra Baucontainer mit Sanietäreinrichtungen aufgestellt und ein riesiges Verpflegunszelt errichtet.

Während des An- und Abfahrens der Anlagen, aber auch für die Dauer der Wartungsarbeiten kann Fackeltätigkeit nicht augeschlossen werden. Die Fackel ist eine wichtige und gesetzlich vorgeschriebene Einrichtung. Überschüssiges Gas, das beim Abfahren der Anlage nicht in den weiteren Anlagen verwertet werden kann, wird zur Fackel geleitet und kontrolliert verbrannt. Zudem können Montage- und Reinigungsarbeiten auf dem Waschplatz und in den Anlagen Lärmemissionen verursachen.
Wenngleich ein Großteil der Anlagen stillsteht, ist die Versorgung mit Mineralölprodukten dank guter Planung und Lagerhaltung in keinster Weise beeinträchtigt.
´Unser Ziel ist, die Raffinerie auch in den nächsten Jahren weiter sicher und zuverlässig zu betreiben´, sagt Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath. Selbstverständlich ist die Raffinerieleitung bemüht, die Auswirkungen des Großstillstandes auf die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten.



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