08.05.2019 / 17:40 - Rubrik: Köln

Ode an die Freude - Köln feiert Europa

Ode an die Freude - Kln feiert Europa


Vom Ratsturm erklingt ab dem 9. Mai die Europahymne

Erstmals am 9. Mai 2019 - dem Europatag - wird vom Turm des Historischen Rathauses die ´Ode an die Freude´ erklingen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker setzt auf alle Sinne, um die Kölnerinnen und Kölner auf Europa einzuschwören; Europa soll auch Musik in den Ohren der Menschen sein.

Bis zur Europawahl am 26. Mai 2019 wird die Europahymne täglich um 11.55 Uhr - fünf vor zwölf - zu hören sein.


Zur Hymne:
Die Melodie der Hymne der EU stammt aus der Neunten Symphonie, die Ludwig van Beethoven im Jahr 1823 als Vertonung der von Friedrich Schiller 1785 verfassten ´Ode an die Freude´ komponierte. Die Hymne symbolisiert nicht nur die Europäische Union, sondern auch Europa im weiteren Sinne. Mit seiner ´Ode an die Freude´ brachte Schiller seine idealistische Vision zum Ausdruck, dass alle Menschen zu Brüdern werden - eine Vision, die Beethoven teilte. 1972 erklärte der Europarat Beethovens ´Ode an die Freude´ zu seiner Hymne. 1985 wurde sie von den EU-Staats- und -Regierungschefs als offizielle Hymne der Europäischen Union angenommen. Ohne Worte, nur in der universellen Sprache der Musik, bringt sie die europäischen Werte Freiheit, Frieden und Solidarität zum Ausdruck. Die Europäische Hymne soll die Nationalhymnen der EU-Länder nicht ersetzen; sie steht vielmehr für die Werte, die diese Länder teilen. Die Hymne erklingt bei offiziellen Feierlichkeiten unter Beteiligung der Europäischen Union und üblicherweise bei allen Arten von Veranstaltungen mit europäischem Charakter.

Zum Glockenspiel:
Das Glockenspiel besteht aus 48 bronzenen Glocken, die 1958 durch das Kölner Handwerk an die Stadt Köln übergeben wurden. Der damalige Präsident der Kölner Handwerkskammer sammelte das notwendige Geld zur Restaurierung des während des Zweiten Weltkriegs zerstörten Ratsturms und ermöglichte somit auch die Herstellung des Glockenspiels. Von den Nachfolgern der mittelalterlichen Zünfte, den Kölner Handwerksinnungen, wurden 48 Glocken gestiftet. Neben den Kölner Handwerksinnungen stiftete unter anderem auch der langjährige Kölner Oberbürgermeister und Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Glocke. Zu erkennen sind die jeweiligen Spender an der Prägung auf den Glocken.
Mit einem Gesamtgewicht von etwa 14 Tonnen hängen die 48 bronzenen Glocken in der Spitze des Ratsturms. Sie sind auf zwei Etagen verteilt. Jede einzelne Glocke kann mit dem Original-Klöppel oder mit einem elektromagnetisch ausgelösten Hammer zum Klingen gebracht werden. Vor einiger Zeit wurden die Musikstücke digitalisiert, das bedeutet, dass das Glockenspiel heute von einem Computer in Gang gesetzt wird. Es ist auch noch mit der Hand bespielbar.



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