28.03.2019 / 17:03 - Rubrik: Köln

Winterbilanz für Kölner Straßen, Rad- und Gehwege




Rund 2.100 neu aufgetretene Schlaglöcher werden sukzessiv abgearbeitet

Der Winter geht an Kölns Straßen nicht spurlos vorüber: Häufige Wechsel zwischen Frost und Tauwetter machten den Straßen auch in diesem Jahr in besonderer Weise zu schaffen. Derzeit ist ein erhöhtes Schlaglochaufkommen feststellbar, was auf die lange Frostperiode um den Jahreswechsel und einige besonders kalte Wintertage zurückzuführen ist. Hierdurch haben die Straßen über das übliche Maß hinaus gelitten.

Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung ist daher verstärkt im Einsatz, um gemeldete Schlaglöcher zu beseitigen. Im Vergleich zur Vorsaison wurden in diesem Winter mit bislang 2.100 neu registrierten Schlaglöchern rund 24 Prozent mehr Schlaglöcher als im Vorjahr festgestellt (Vorjahr rund 1.700). Diese Schlaglöcher wurden und werden sukzessive abgearbeitet. Aufgrund der zuletzt guten Witterung konnten in den vergangenen Wochen bereits überdurchschnittlich viele Schlaglöcher beseitigt werden.

Um zusätzlich eine Vielzahl von Schlaglöchern kurzfristig zu entfernen, hatten sich die Mitarbeiter des Bauhofes im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung zu einer Sonderaktion bereit erklärt: Am Freitagnachmittag, 8. Februar, Samstag, 9. Februar, und Samstag, 23. März 2019, waren sie im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Dabei wurden rund 1.200 Schlaglöcher beseitigt, davon 380 Schlaglöcher im Rechtsrheinischen und rund 820 linksrheinisch.

Die Schlaglochbeseitigung auf den Straßen, aber ebenso auch auf den Rad- und Gehwegen, wird sich noch über das gesamte Frühjahr hinziehen. Zusätzlich zu den eigenen Beschäftigten sind im gesamten Jahr auch externe Firmen im Auftrag der Stadt Köln im Einsatz, um die schadhaften Stellen zu beseitigen.

Die kurzfristige Beseitigung von Schlaglöchern und damit potentieller Unfallstellen erfolgt in erster Linie durch kalt einbaufähiges Mischgut. Bestimmte Stellen, die in höherer Frequenz eine Reparatur benötigen, werden mit Asphaltbeton im Heißeinbau wiederhergestellt, wodurch eine nachhaltige Reparatur erreicht werden kann. Bei den Einbauvarianten steht die rasche Wiederherstellung der Verkehrssicherheit im Vordergrund. Anzustreben ist auch eine schnelle Verkehrsfreigabe und damit die Vermeidung von lang anhaltenden Straßensperrungen.

Bürgerinnen und Bürger können Schlaglöcher und mögliche Unfallgefahren unter anderem per E-Mail an die Adresse strassen-verkehrsentwicklung@stadt-koeln.de melden.

Zum Hintergrund:
Was ist ein Schlagloch?
Asphaltausbrüche (umgangssprachlich als Schlagloch bezeichnet) sind Folgeschäden von Frostaufbrüchen (blasenartige Aufwölbungen oder Spalten) in Straßen sowie auf Geh- und Radwegen. Im Laufe von einigen Tagen oder Wochen können sich die Schäden durch häufige Wechsel von Frost- und Tauperioden verbreitern und vertiefen, unter Umständen bis zu einer Flächengröße von einem Meter und einer Tiefe um die 20 Zentimeter.

Wie entsteht ein Schlagloch?
Allgemein bilden sich Schlaglöcher, indem die Struktur des Asphalts zerstört wird, sich Risse bilden und schließlich Bestandteile des Asphalts ausbrechen. Dabei brechen in der Regel zunächst kleinere Bestandteile aus. Durch weitere Belastungen können je nach struktureller Schädigung auch größere Stücke aus- oder am Rand abbrechen. Ursache für die Zerstörung der Struktur und die Rissbildung können eine unzureichende Tragfähigkeit der Asphaltbefestigung sein oder eine mangel- oder schadhafte Beschaffenheit der Asphaltbefestigung (zum Beispiel durch eine unzureichende Verdichtung des Untergrunds). Dadurch kann Wasser und Luft eindringen. Bei einer Alterung des Asphalts können zudem Risse durch Versprödung des Materials und mangelnde Flexibilität entstehen.

Vermehrt kommen Schlaglöcher im Winter vor, denn ist einmal Wasser in die Asphaltschicht eingedrungen und verbleibt dort, dehnt es sich bei Frost aus und führt nach Abtauen zu Hohlräumen und durch Belastung von oben zu weiteren Rissen.



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