21.01.2019 / 16:35 - Rubrik: Kultur

Erinnern - eine Brücke in die Zukunft




Ausstellung zum 22. Jugend- und Schülergedenktag

Bereits zum 22. Mal erinnert der Kölner Jugend- und Schülergedenktag an den 27. Januar 1945, den Tag, an dem sowjetische Soldaten die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreiten. 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog dieses Datum zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Jedes Jahr sollte der 27. Januar stellvertretend für die Schreckensherrschaft der NS-Zeit an die Vernichtung von Zivilisation und Menschlichkeit an die Verfolgung und millionenfache Ermordung von Menschen und Bevölkerungsgruppen erinnern. Roman Herzog forderte damals, ´aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen´. Das Entsetzen sollte nicht konserviert werden. Deshalb rief er Schülerinnen, Schüler und Jugendliche dazu auf, sich mit dem Thema NS-Herrschaft auseinanderzusetzen.

Kölner Schulen beteiligen sich seit 1998 unter dem Motto ´Erinnern - eine Brücke in die Zukunft´ an diesem Gedenktag. Das Kölner Konzept, junge Menschen selbst zu eigenen Projekten anzuregen und diese dann öffentlich zu präsentieren, ist einzigartig in der Bundesrepublik.

Das NS-Dokumentationszentrum stellt das Gewölbe im EL-DE-Haus für die Präsentation der Arbeiten der Schülerinnen, Schüler und Jugendlichen zur Verfügung. Diese sind überaus vielgestaltig: Es gibt künstlerische Installationen, Videoproduktionen, Foto- und Textdokumentationen. Die Werke spannen einen Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart und schlagen zugleich eine Brücke in die Zukunft. In diesem Jahr haben sich elf Schulen beteiligt, von der Grundschule bis zum Berufskolleg, aus Köln, Leverkusen, Odenthal und Gummersbach.




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