08.01.2019 / 17:21 - Rubrik: Kultur

´SPAREN´: Rauminstallation in der arthothek




Stefanie Klingemann bietet wöchentliches Beratungsangebot

Unter dem Titel ´SPAREN´ zeigt Stefanie Klingemann vom 10. Januar bis 23. Februar 2019 eine Rauminstallation in der artothek, flankiert durch ein performatives, wöchentliches Beratungsangebot. Ausgehend von bekannten architektonischen Bemühungen zur Einsparung des Energieverbrauchs aus Kostengründen, installiert die Künstlerin in der artothek - Raum für junge Kunst eine Energiespardecke, die den Luftraum der Einrichtung teilt und damit die artothek in zwei voneinander unabhängige Etagen trennt. Unten der große Raum, der durch die eingezogene Decke seine idealen Proportionen und die spezifische Innengestaltung verliert, oben ein ´Rest-Raum´, der ohne Funktion einen ´Blick hinter die Fassade´ bietet.

Geld sparen, Energie sparen, Zeit sparen, Platz sparen. Stefanie Klingemann setzt sich in ihrer Ausstellung mit den gesellschaftlichen und persönlichen Hintergründen und Auswirkungen des Sparens auseinander.
´Was sind wir bereit dem Spargedanken zu opfern und was haben wir eigentlich unter dem Strich davon? Die Deutschen sind Sparweltmeister, fast 40 Prozent ihres Geldvermögens haben sie in Bargeld oder Einlagen gelagert, das sind 2,4 Billionen Euro. Gleichzeitig ist jeder fünfte Deutsche von Armut bedroht. Geiz ist geil und sparen ist sexy. Doch wo wird gespart? Waren es in den 70er und 80er Jahren noch durch die Ölkrise explodierende Energiekosten, hat es heute neben ökonomischen Aspekten mehr und mehr ökologische Zielsetzungen. Den Verbrauch drosseln zum Erhalt der natürlichen Ressourcen´, heißt es in der Ausstellungs-Ankündigung.

Jeden Mittwoch bietet Stefanie Klingemann von 13 bis 14 Uhr eine Beratung in der Ausstellung an. Am 23. Februar 2019 findet von 11 bis 13 Uhr ein lebendiger Dialog zum Thema ´SPAREN´ mit Stefanie Klingemann und Bernd Gerke (Kommunikations- und Dialogbegleiter) in der artothek statt. Eine Teilnahme ist nach Anmeldung möglich, Honorierung auf freiwilliger Basis. Um 15 Uhr folgt die Finissage mit Katalogpräsentation.

Stefanie Klingemann, 1977 in Moers geboren, studierte an der Kunstakademie Münster und an der École superieure des Beaux-Arts in Genf Bildhauerei und Skulptur im öffentlichen Raum und schloss 2006 als Meisterschülerin von Maik und Dirk Löbbert ab. Anschließend folgte bis 2009 ein Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln, das sie mit Diplom beendete.
Klingemann wurde mit zahlreichen Förderungen und Stipendien ausgezeichnet, darunter der Internationale Kunstpreis Ostbelgiens IKOB, Eupen, Belgien (2006), das Residenzstipendium in Schloß Balmoral, Bad Ems (2015), das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds (2016) und der Förderpreis für Initiatives Arbeiten des Kölner Kulturrats (2017). Als Gründungsmitglied zahlreicher Projekte gestaltet sie aktiv das Kulturgeschehen in Köln und dem Rheinland.



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