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02.09.2018 / 15:02 - Rubrik: Rodenkirchen

Stadtbahnanbindung nach Rondorf und Meschenich




Verwaltung legt Planungsbeschluss für zusätzliche Stadtbahnstrecke vor

Die Verwaltung legt dem Rat in seiner Sitzung im September einen Planungs- und Bedarfsfeststellungsbeschluss für die Stadtbahnverlängerung nach Rondorf/Meschenich-Nord vor. Die Vorlage soll nach Vorberatungen im Verkehrsausschuss, in der Bezirksvertretung Rodenkirchen und im Finanzausschuss in der Ratssitzung am 27. September 2018 beschlossen werden.

Die Stadtteile Rondorf und Meschenich werden heute nur durch Busse bedient, so dass der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch eine Stadtbahnanbindung deutlich erhöht werden kann. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums für die Stadt Köln sollen in Rondorf Siedlungsflächen entwickelt werden, die den Bedarf an leistungsfähigeren Verkehrsmitteln des ÖPNV weiter steigen lässt.

´Mit dem Planungsbeschluss zur Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahn schaffen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein im Ausbau unseres ÖPNV-Netzes,´ so Oberbürgermeisterin Henriette Reker. ´Die Anbindung von Rondorf und Meschenich bereitet insbesondere auch die bevorstehende Stadterweiterung ´Rondorf-Nord-West´ vor. Dort wird in den kommenden Jahren ein attraktives neues Stadtquartier mit rund 1.300 Wohnungen, zwei Schulen, drei bis vier Kindertagesstätten, einem zentralen Quartiersplatz und öffentlichen Grünanlagen entstehen. Es ist mir besonders wichtig, dass wir frühzeitig im Hinblick auf ein attraktives, urbanes und zukunftsorientiertes Mobilitätsangebot den notwendigen Infrastrukturausbau vorbereiten und sicherstellen.´

Mit dem Bau der Nord-Süd Stadtbahn bis zur geplanten Stadtbahnhaltestelle Arnoldshöhe in Köln-Marienburg ergibt sich die Möglichkeit einer Weiterführung der Linie 5 durch den Äußeren Grüngürtel bis in die Stadtteile Rondorf und Meschenich. Damit können die Reisezeiten im ÖPNV deutlich verkürzt werden, wodurch eine große Anzahl von Umsteigern zum ÖPNV und damit eine spürbare Entlastung für den Individualverkehr zu erwarten ist.

Nach Stand der Voruntersuchung wird die Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt endet im nördlichen Bereich des Stadtteils Meschenich. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Stadtbahn bis ans südwestliche Ortsende von Meschenich verlängert werden. Die Stadtbahn muss innerhalb von Meschenich aus Platzgründen auf der Straße geführt werden.

Die Verwaltung hat darüber hinaus Voruntersuchungen zur Stadtbahnverlängerung bis nach Meschenich-Nord durchgeführt und unterschiedliche Varianten zur Trassenführung betrachtet, die sich insbesondere im Bereich zwischen dem Verteilerkreis Köln und der Bundesautobahn 4 (BAB 4) sowie im Bereich Rondorf unterscheiden.

Ebenfalls wurden bisher drei unterschiedliche Varianten der Querung des Verteilerkreises untersucht. Hierzu zählen eine Überführung, eine Unterführung und eine vom Verteilerkreis räumlich versetzte ebenerdige Führung der Trasse. Bei der versetzten Trassenführung verläuft die Stadtbahn künftig etwa 300 Meter westlich der BAB 555 durch das Landschafts- und Wasserschutzgebiet bis zur Querung der BAB 4. Bei den beiden anderen Varianten verläuft die Stadtbahn unmittelbar westlich der BAB 555 bis zum bestehenden Brückenbauwerk über die BAB 4 ebenfalls im Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Im Anschluss daran ergibt sich aus den Planungen für die Siedlungserweiterung Rondorf Nord-West eine Trasse, welche bis zur Straße ´Am Höfchen´ verläuft.

Innerhalb des Plangebietes wurden zwei Varianten zum weiteren Trassenverlauf untersucht: Eine Variante verläuft westlich des Stadtteils Rondorf bis zur Bödinger Straße und von dort bis nach Meschenich-Nord. Die andere Variante verläuft durch Rondorf, indem die Trasse südlich von Rondorf in Richtung Bödinger Straße verschwenkt und von dort bis nach Meschenich-Nord verläuft. Bei jeder möglichen Trassenführung der Stadtbahn werden die eventuell notwendigen Straßenumbauten ganzheitlich mitbetrachtet und sind integraler Bestandteil der Planung.

Eine erste Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger hatte es Ende Juni 2018 gegeben. Weitere Veranstaltungen zur Beteiligung der Öffentlichkeit sind im anstehenden Planungsprozess vorgesehen.

Nach einer EU-weiten Ausschreibung der Planungsleistungen kann mit der konkreten Planung im Jahr 2019 begonnen werden. Der Baubeginn ist nach derzeitigem Stand frühestens im Jahr 2024 möglich. Für die Stadtbahnanbindung einschließlich der erforderlichen Bauwerke zur Querung des Verteilerkreises und der BAB 4 sowie der Anpassung des Straßenraumes werden derzeit Gesamtbaukosten in Höhe von 113 Millionen Euro veranschlagt.



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