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24.07.2018 / 14:59 - Rubrik: Rodenkirchen

Bonner RG gewinnt den Kölner Stadtachter 2018

Bonner RG gewinnt den Klner Stadtachter 2018


Sportliches Highlight der Kölner Lichter

Die Mannschaft der Bonner Ruder-Gesellschaft entscheidet im 88. Stadtachter den Machtkampf der rheinischen Ruderszene mit einer Länge Vorsprung für sich. Ihr letzter Sieg gelang ihr hier 2004. Auf den Plätzen folgen das Boot der RWTH Aachen und des Crefelder Ruder-Clubs 1883, dem Vorjahreszweiten. Das Team ´Henley´ des RTHC Bayer Leverkusen verweist den Vorjahressieger Siegburger Ruderverein 1910 auf den 5. Platz.

Das Team des Veranstalters, des Kölner Rudervereins von 1877, kann seinen Traum von einem Platz auf dem Treppchen nicht erfüllen und beendet das Rennen wie 2017 auf dem 6. Rang. Als Favoriten handeln die Fachleute die Krefelder Ruderer, die sich um zwei Teilnehmer des 2012er Olympia-Achters verstärkt haben, die Bonner RG sowie den RTHC Bayer, der wie im Vorjahr mit zwei Mannschaften antritt. Der KRV setzt wie in den Vorjahren auf eine reine Vereinsmannschaft ohne Verstärkung aus anderen Clubs. So soll es auch bleiben.

Das Rennen findet bei einem Niedrigwasser von 1,55 m Kölner Pegel statt. Dies bedeutet für die Mannschaften weniger Unterstützung durch die verminderte Fließgeschwindigkeit des Rheins und damit gefühlt eine längere Strecke als die nominell 2500 Meter, die zwischen dem Start bei den Kranhäusern und dem Ziel am Rheinpark liegen. Der Wettbewerb auf einem fließenden Gewässer schafft unterschiedliche Startbedingungen: die Strömung ist in der Flussmitte größer als am Rande, der Rhein macht eine Biegung nach rechts, die die kurveninneren Boote bevorzugt - wenn sie denn frühzeitig dort sind. Die Bahnen werden nach den Vorjahresergebnissen gesetzt.

Als knapp vor der Startlinie am ersten Kranhaus die zehn Boote sich annähernd auf gleicher Höhe aufgefädelt haben, gibt Dorothea Legien das Startsignal für das Rennen um den Ehrenpreis der Kölner Oberbürgermeisterin.

Vom Start weg bringt sich die Aachener Mannschaft in Führung, dicht gefolgt von den Bonnern und dem RTHC - Team ´Henley´. Die Bonner bleiben dicht dran und verringern bis zur Hälfte der Strecke den Abstand. Für die Ruderer beginnt in diesem brutalen Rennen ab hier die Zeit des Leidens. Nach 3/4 der Strecke auf Höhe der Hohenzollernbrücke übernimmt die Bonner RG die Spitze und kann mit Blick auf die Verfolger das Feld kontrollieren. Die Aachener greifen nochmals an, schaffen es aber nicht mehr, die Distanz zu verringern. Die Bonner RG überquert die Ziellinie am Rheinpark mit einer Länge Vorsprung.

Strandparty - Gegrilltes und Gebräuntes

Doch vorher tragen am Nachmittag die Kölner Schülerinnen im Doppelvierer mit Steuerfrau und die Schüler im Doppelvierer mit Steuermann noch ihre kleine Stadtmeisterschaft für Schülerrudervereine- und Schülerruderriegen des Kölner Regattaverbandes aus. Beide Wettbewerbe werden wegen der Meldezahlen zusammengelegt. Die Ruderinnen des SRV Friedrich-Wilhelm Gymnasium / SRV Königin-Luise-Schule treten konkurrenzlos an; bei den Ruderern gewinnt das Team vom RTHV Bayer Leverkusen gegen immerhin drei Mitbewerber. Das Publikum freut sich mit den Gewinnern, als Schuldezernentin Dr. Agnes Klein den Siegerpreis überreicht.

Dann später eine kleine Phase der Unsicherheit, ob das am Horizont aufziehende Gewitter Köln umrundet oder nicht - wir werden verschont! Am und im Clubhaus des Kölner Rudervereins von 1877 hat sich schon vor Stunden der Strand der Rodenkirchen ´Riviera´ mit feiernden Menschen allen Alters und Bräunegrads gefüllt. Stehtische, Campingtische und alle möglichen Sitzgelegenheiten sind herbeigeschafft; Kinder und Jugendliche nutzen die Zeit noch für ein erfrischendes Bad im kühlen Nass. Aber bitte schön in Strandnähe bleiben, denn den unvorsichtigen Schwimmern droht Lebensgefahr! Grillgeräte, Picknickdecken, Körbe und Flaschenträger - alles ist im Einsatz. Rodenkirchen bereitet sich auf die Strandparty vor. Am Uferweg und auf den ersten Strandmetern bieten Bierbuden von Hellers, ein großer Schwenkgrill, ein China-Imbiss, eine Sushi-Bar, ein Smoker-Kitchen und andere ihre Erfrischungen und Handfestes feil. Ein buntes Angebot, das im Laufe des fortschreitenden Tages jeder mal anlaufen wird. Dazwischen lagern bereits die ersten Ruderboote - ein Achter ist 18 Meter lang bei einem Gewicht von 200 Kilogramm.

´Kempes Feinest´ eröffnet gegen 19 Uhr die Strandparty mit kölschen Tönen; danach übernimmt der Disc-Jockey das Programm. Auf einer Großleinwand überträgt der WDR sein Programm zu den Kölner Lichtern bis nach Mitternacht, seit 2005 als wichtigen Bestandteil davon den Stadtachter. Während der Übertragung herrscht gespannte Ruhe, danach lauter Jubel bei den Siegern - niemand ist hier ohne Begleitung erschienen.

Zu wummernden Technobeats feiert man den fortschreitenden heißen Sommerabend. Beschaulich wird es, als die Armada von über fünfzig Fahrgastschiffen in voller Festbeleuchtung Rodenkirchen und das inzwischen entzündete traditionelle Strandfeuer des KRV in Richtung Innenstadt passiert. Vom Feuerwerk wird man hier nichts mitbekommen.

Alles wartet auf die Rückkehr der Ruder-Mannschaften. Wie die Bullen in die Arena kommen sie dann aus den Bussen die Barbarastraße herunter und stürmen über den Bootshof hinunter an den Strand. Die Siegerehrung der ersten Drei wird zu einer Demonstration überschäumender Freude nach überstandener Anstrengung. Wegen des niedrigen Wasserstandes werfen die Teams ihre Steuerleute, in der Mehrzahl übrigens Ruderinnen, entgegen dem alten Brauch heute mal nicht ins Wasser.

Später in der Nacht steigt wie jedes Jahr im Clubhaus die gemeinsame After-Show-Party aller Teilnehmer und Organisations-Teams. Ein Fest, an das alle noch lange denken werden. Bis zum nächsten Jahr eben.

Und noch in der Nacht räumen fleißige Hände die gröbsten Sachen vom Strand weg; am nächsten Vormittag folgt das restliche Aufräumen - später ein gemeinschaftliches Grillen zum Ausklang. Das nächste Jahr ist bereits in Vorbereitung.

Peter Schelenz

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