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01.07.2018 / 15:42 - Rubrik: Rodenkirchen

Bericht über die Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Bericht ber die Mitgliederversammlung der Brgervereinigung Rodenkirchen


Am Mittwoch, 20. Juni 2018 hatte die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen, die im Restaurant des Kölner Rudervereins von 1877 e.V. stattfand.

Der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen, Dieter Maretzky, begrüßt die Anwesenden Mitglieder, Gäste und Vorstandskollegen herzlich und stellte die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung fest. Zur Tagesordnung lagen keine Anträge vor, so dass er direkt mit seinem Bericht über die Vorstandsarbeit begann. Er dankt allen, die die Vereinsarbeit in diesem und letzten Jahr aktiv unterstützten, so der Presse, den Vereinen im Rheinbogen, der Bezirksvertretung Rodenkirchen, den Mitgliedern des Vorstands und des Vereins und den interessierten Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks.

Vor Beginn des Vortrags wurde eine Gedenkminute für die beiden zwei besonders engagierten verstorbenen Mitglieder Antje Schwintzer und Marlis Arnold eingelegt.

Das Jahr 2017 endete für die Bürgervereinigung Rodenkirchen in schöner Atmosphäre mit dem komplett ausverkaufen Silvesterball mit 4-Gänge-Menü, Live-Musik und Feuerwerk. Das Palladio hatte alles sehr schön vorbereitet und dekoriert, ein vorzügliches Menü geboten, und die beschwingte Musik mit Wolfgang Behrendt and friends kam auch sehr gut bei den Gästen an. Danach stand der traditionelle Neujahrsempfang im Krankenhaus St. Antonius in Bayenthal an. Es kamen rund 300 Gäste. Bürgermeister Heinen vertrat die Oberbürgermeisterin Henriette Reker und wünschte ´weiterhin viel Energie und Elan, damit Sie ihren Stadtbezirk Rodenkirchen weiter voranbringen und stets mit Leben füllen.´ Nach dem Empfang wurde das neue Herzkathederlabor besichtigt. Die Besucher erfuhren anschaulich, wie der Einsatz von einem Stent verengte Herzkranzgefäße weitet.

Die Themen im Jahr 2017 und 2018 Zu den Anliegen, welche die Bürgervereinigung Rodenkirchen 2017 und 2018 bislang intensiv beschäftigen, zählten:
- die dringende Verbesserung der Infrastruktur im Sürther Feld
- die Bildungssituation im Kölner Süden - Rathaus - was wird daraus?
- kein Haus für die Jugend - ein Jugendschiff als Alternative?
- die notwendigen Verbesserungen im ÖPNV
- die Zukunft der Fuhrwerkswaage

Leider ließe der Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) weiter auf sich warten, bedauerte Maretzky: Der angekündigte Schulbetrieb sei voraussichtlich erst ab 2022/23. Die Hauptschule wird auslaufen, dort soll sich das Gymnasium ausdehnen. Die Erweiterung der Gesamtschule Rodenkirchen mit Containern wurde umgesetzt. Die Grundschulen in Weiß und Sürth haben mit zusätzlichen Containern Schulräume erhalten, da sich der Neubau der EMA massiv verspätet.

Das Thema der Busanbindung des Sürther Feldes rücke in den Fokus und damit auch die Busanbindungen von Weiß und Sürth, führte der Vorsitzende aus:
Der Linienbus 130 soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 eingesetzt werden. Die Bürgervereinigung fordert dringend weitere Verbesserungen im Nahverkehr, denn bei der Versorgung des Sürther Feldes stehe nur der Schülerverkehr im Fokus. ´Aber das ist nicht ausreichend´, kritisierte Maretzky. Denn:
- nach 20.30 Uhr gibt es keinen Busverkehr mit der Linie 130
- samstags fährt der Bus erst ab 9 Uhr
- sonntags gibt es hier kein Angebot
- der 20-Minuten-Takt wird dringend verbessert werden müssen
´Jedoch, unsere Bezirksvertretung folgt der KVB Köln und will erst ab Dezember 2019 mögliche Verbesserungen´, beanstandete Maretzky.

Die Busanbindungen von Weiß und Sürth müssten verbessert werden, denn durch den neuen Streckenverlauf wird die Linie 130 nicht mehr Weiß - und in Sürth, nur noch den Bahnhof Sürth anfahren. Als Ausgleich solle die Linie 131 im 10-Minuten-Takt fahren, aber nicht zwischen 9 bis 13 Uhr. Auch hier müsse nachjustiert werden, so die Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Das Rathaus in Rodenkirchen soll neu gebaut werden. Die Rodenkirchener Architekten JWSD haben den Wettbewerb gewonnen. ´Leider scheinen Politik und Verwaltung gegen Räume für Jugendliche im Gebäude zu sein und wollen nur einen bescheidenen Bürgersaal´, sagte der Vorsitzende verärgert. ´Deshalb haben wir uns die Pläne sehr kritisch angesehen.´ Die Bürgervereinigung Rodenkirchen bemängelte weitere Punkte beim Neubau des Rathauses:
Geprüft werden sollten die Raumkapazitäten für das Stuhl- und Tischlager. Ebenso müsste die viel zu kleine WC-Anlage dem Bedarf angepasst werden.

Ein weiterer sehr kritischer Punkt ist die zukünftige Parksituation im Rathausbereich: Ein Großteil der bisherigen 140 Parkplätze vor, hinter und neben dem Rathaus werde entfallen, aber die Zahl der Nutzer des Rathauses soll steigen. In der neuen Tiefgarage werde es nur 67 Stellplätze geben. Hier müsse eine ausgewogenere Lösung, auch für die Kunden der umgebenden Geschäfte, gefunden werden. Ebenerdige Behindertenparkplätze seien ebenfalls notwendig.

Fraglich sei, ob eine rückseitige Dachterrasse überhaupt Sinn macht. Der geplante ´Garten´ benötige aufwendige Reinigung und Pflege. ´Wer werde das übernehmen?´, fragte Maretzky. Fazit: ´Nicht nur die Bezirksvertretung Rodenkirchen gehört beteiligt, sondern auch die Bürgerschaft´, forderte Dieter Maretzky.

Im Jahr 2019 soll das alte Rathaus abgerissen werden und ein Generalunternehmer soll bis 2022 den Neubau bezugsfertig erstellen. Dazu muss noch ein Ratsbeschluss gefasst werden. ´Ob damit die jahrzehntelange Posse ´Rathaus Rodenkirchen´ ein Ende finden wird´, fragt sich der Vorsitzende der Bürgervereinigung.

Das Naturschutzgebiet Sürther Aue könne durch die geplante Ansiedlung der Firma Theo Steil neu bedroht sein. Die Firma Theo Steil muss 2020 spätestens den Deutzer Hafen verlassen haben und hat mit der HGK einen Mietvertrag über eine kleine Fläche im bestehenden Godorfer Hafen abgeschlossen. Es wurde eine Option vereinbart: Wenn der Godorfer Hafen ausgebaut bzw. erweitert wird, erhält die Firma Steil die notwendig größere Fläche. Wenn man sich das Vorhaben und die Landkarte ansieht, dann könne die mögliche Erweiterungsfläche im Naturschutzgebiet Sürther Aue liegen, vermutet Maretzky. Als Alternative sieht er das rechtsrheinische Gebiet im neuen Hafengebiet der Evonik bei Lülsdorf.

Infos zur Planung Firma Steil
- Umschlag-, Lager- und Behandlungsanlagen für Eisen- und Nichteisenschrotte auf 14.000 m2 Fläche
- Jahresdurchsatz 133.000 t Eisen- und Nichteisenschrotte
- Lagerung maximal 12.000 t
- Betriebszeiten der Niederlassung von 6 bis 22 Uhr, Betriebszeiten Schrottschere, Schrottpaketierpresse, Schienenbrecher und Waggonzerlegung von 7 Uhr bis 20 Uhr
- Kein Nachtbetrieb

Notwendige Genehmigungsverfahren müssen bei der Bezirksregierung Köln noch durchgeführt werden:
- Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG)
- Bundesimmissionsschutzverordnungen (BImSchV)
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG) - Hochwasserschutz
- Baugesetze (BauGB)
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG) - Direkteinleitungen Gewässer
- sonstige Genehmigungsverfahren
- Eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand rings um das Betriebsgelände ist geplant
- Eine der Hallen soll 27 Meter hoch werden
- Das Betriebsgelände verfügt über keinen Platz für die 25 Schwerlaster der Firma
- Laut Firma Steil erfolgt der Abtransport des Schrottes großenteils per Schiff

Drei Vereine werden das Genehmigungsverfahren mit Rechtsberatung begleiten: Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V., Für Sürth e.V. und Goding e.V.

Die Zukunft der Fuhrwerkswaage Kunstraum in Sürth sei ungewiss, führte Maretzky aus. Das Bahnhofsgelände sei an einen Investor verkauft worden, der nicht auf Anfragen von Herrn Heufelder wegen der Verlängerung des Mietvertrages reagiere. Der Vertrag endet 2020, ende dann auch die international anerkannte Arbeit der Fuhrwerkswaage Kunstraum? ´Die Verwaltung soll erneut prüfen, ob Denkmalschutz möglich ist, denn der erteilte Bescheid ist eindeutig falsch, da er sich auf ein anderes Gebäude bezieht´, sagte Maretzky.

Vereinsintern hat die neue Datenschutzverordnung die Bürgervereinigung besonders viel Zeit gekostet. Alle Mitglieder wurden informiert, alle Vorstandsmitglieder haben eine Verpflichtungserklärung unterschrieben und es wurden die Verfahrensregeln und das Verfahrensverzeichnis erarbeitet - wie es das Gesetz verlangt. Dieter Maretzky dankte in seiner Rede dem Team Beatrix Polgar-Stüwe, Iris Ebel-Philippi und Silvia Behrendt für diese umfangreiche Arbeitsleistung.

Kulturelle, öffentliche Veranstaltungen sind ein wichtiges Angebot der Bürgervereinigung, die rege in Anspruch genommen werden. So hat die Bürgervereinigung zusammen mit der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen wieder den Kulturfrühling@Rodenkirchen durchgeführt. Zu den verschiedenen Veranstaltungen der Bürgervereinigung im Rahmen des Kulturfrühlings zählten u.a. ein Liederabend mit Max Erben.

Dieter Maretzky gab einen Ausblick auf die anstehenden Baumaßnahmen in und um Rodenkirchen:
- Diakonie Michaelshoven 100 WE
- Eygelshovener Str. Neuer Bebauungsplan!
- Ringstr. 360 WE
- Bahnstr. 300 WE
- Abriss und Neubau Rathaus
- Gewerbegrundstück Weißer Str. 18 000 qm
- Bonner Str., Nord-Süd-Bahn
- Barbarastr., Abriss und Neubau
- Sürther Feld, 3. Bauabschnitt circa 250 WE

Bericht der Schatzmeisterin Silvia Behrendt: Spenden/Kassenprüfung/Mitglieder
Danach folgt von Silvia Behrendt der Bericht der Schatzmeisterin. So standen den Ein- und Ausgaben von 2016 zu 2017 jeweils 2017 höhere Einnahmen wie Ausgaben gegenüber, bedingt durch die Durchführung des Silvesterballes. Den Bericht des Kassenprüfers gab Jochen Maxton bekannt. Er lobt die übersichtliche und korrekte Kassenführung, alle zur Prüfung benötigten Belege lagen vor. Die Versammlung erteilt mit drei Enthaltungen die Entlastung des Vorstandes.

Die Mitgliederzahl der Bürgervereinigung Rodenkirchen stieg seit 2016 stetig an. Im Jahr 2016 waren es 530, in 2017 554 und im Jahr 2018 558 Mitglieder (Stand Juni). Trotz zahlreicher Todesfälle und Austritte wegen des fortgeschrittenen Alters hat viele Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des Vereins überzeugt.

Die Bürgervereinigung initiierte Spendenaktionen im Jahr 2018 und unterstützte mit jeweils 500 Euro den Förderverein Krankenhaus St. Antonius, den TVR Basketball Mädchen und den Fußball Bezirk Zwo.

Dieter Maretzky bot zum Abschluss einen Ausblick auf anstehende Veranstaltungen und Führungen. So können beispielsweise am 22. August 2018 Interessierte die neuen Skulpturen im Schlosspark in Stammheim entdecken. Am 28. August 2018 geht es in die Bundeskunsthalle Bonn zur Ausstellung ´Nasca. Im Zeichen der Götter´. Am Tag des Denkmales am 8. und 9. September 2018 lädt die Bürgervereinigung zu zwei Führungen mit Angelika Lehndorff-Felsko durch die Kirche Alt Sankt Maternus (´Rodenkirchener Kapellchen´) ein. Ferner findet am 27. September 2018 eine Führung im Museum Ludwig zur Gabriele Münter-Ausstellung statt. Am 23. September 2018 lädt der Verein zu einer Tagesfahrt ein nach Koblenz mit Stadtführung, Seilbahnfahrt, Führung zur Festung Ehrenbreitstein. Am 31. Dezember 2018 soll es wieder den Silvesterball geben.

Bedauerlicher Weise fand der geplante Gastvortrag der Dombaumeisterin a.D., Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, nicht statt, da sie sich den Termin falsch notiert hatte. Ihr Vortrag zum Jubiläum ´50 Jahre U-Bahnbau in Köln´ wird voraussichtlich im Oktober nachgeholt.







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