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17.04.2018 / 14:25 - Rubrik: Köln

Kölner Flora vorbildlich barrierefrei

Klner Flora vorbildlich barrierefrei


Stadt erhält für sein Bauvorhaben Auszeichnung des Sozialverbandes VdK

Für vorbildlich barrierefreies Bauen wurde das denkmalgeschützte Veranstaltungsgebäude der Flora, die ehemalige Orangerie des Botanischen Gartens von 1863, am heutigen 17. April 2018 mit der renommierten Auszeichnung des Sozialverbands VdK NRW ´Unser Dank dem Bauherren´ versehen.

Die Plakette wird verliehen für die 2014 abgeschlossene Generalsanierung und Erweiterung mit einem Anbau. Bauherrin war die Stadt Köln, die Projektleitung hatte die städtische Gebäudewirtschaft. Geplant wurden beide Bauprojekte durch das Büro ´K+H Architekten und Generalplaner GmbH´, Stuttgart, für die KölnKongress GmbH als Nutzerin. Seitdem ist die Flora barrierefrei zugänglich. Seit Sommer 2017 kann zudem das Gartenlokal ´Dank Augusta´ von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern problemlos erreicht werden. Unter großem Aufwand war dazu eine 112 Meter lange Rampe errichtet worden, die sich harmonisch in die Natur einfügt und 2,57 Meter Höhenunterschied überwindet.

Auch um die Gebäude sowie im Inneren hat der Projektmanager für Barrierefreiheit der Gebäudewirtschaft, Martin Lersmacher, mit Unterstützung des ´Arbeitskreises Barrierefreies Köln´, der sich aus Betroffenen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen zusammensetzt, sehr ästhetische und denkmalgerechte Lösungen entwickelt, beispielsweise Blindenleitsysteme sowie rollstuhlgerechte Zu- und Aufgänge speziell für die Flora. Das Gartenrestaurant war ursprünglich nur für die Nutzung von Gästen der Säle geplant. Der großen Nachfrage von Parkbesuchern folgend wurde im August 2017 die barrierefreie Zugänglichkeit vom Park durch die Rampe möglich gemacht. Diese erhielt vom ´Arbeitskreis Barrierefreies Köln´ gegenüber einem Aufzug den Vorzug, weil sie zuverlässig ohne Ausfallzeiten nutzbar ist.

So sind nunmehr die Pracht des großen Ballsaals im Obergeschoss sowie die angrenzenden Salons, das Restaurant sowie der Kuppelsaal im Dachgeschoss auch für Gäste und Bedienstete mit Behinderung zu erleben. Hierzu tragen beispielsweise für sehbehinderte und blinde Nutzer eine kontrastreiche Gestaltung zur guten Raumerkennung sowie ein taktiles Bodenleitsystem bei. Die Treppen sind durch eine besonders kontrastreiche Gestaltung aller Stufen auch für Sehbehinderte sicher nutzbar. Taktile Handlaufmarkierungen helfen Blinden, sich zu orientieren. Gäste mit einem reduzierten Hörvermögen profitieren von der Induktionsanlage im großen Ballsaal. Mobilitätseingeschränkte Nutzer erreichen alle Nutzungsebenen zudem über zwei Aufzüge.

Auch stehen vier barrierefreie Toiletten zur Verfügung. Davon ist eine Toilette außen vom Park erreichbar. Jeweils eine weitere barrierefreie Toilette befindet sich in der Damen- und Herrentoilette des Foyers. Eine barrierefreie Toilette ist im Dachgeschoss bewusst geschlechtsneutral konzipiert. Dies ist günstig für Nutzer, die auf die Hilfe einer Betreuungsperson mit dem jeweils anderen Geschlecht angewiesen sind.

Die ehemalige Orangerie von 1863 liegt im symmetrisch angelegten Botanischen Garten in Köln. Ursprünglich in Form eines Glaspalastes erbaut, wurde die Flora während des Krieges zerstört und danach einige Male umgebaut.

Klner Flora vorbildlich barrierefrei



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