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05.02.2018 / 14:39 - Rubrik: Köln

Kölner Imkerverein von 1882 e. V. stellt HonigConnection vor




Bienensterben: Umweltbildungsinitiative mobilisiert für den Schutz von Wild- und Honigbienen

Der Kölner Imkerverein von 1882 e. V. startet das Bildungsprojekt HonigConnection - eine reale und virtuelle Umwelt-Plattform. HonigConnection ist auf mehrere Jahre angelegt und verbindet Informatio-nen und Menschen, die sich für Bienen stark machen. Und zwar in Schulen, Nachbarschaften, Unter-nehmen sowie im Kontext von Kunst und Kultur und in der Wissenschaft.

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sieht diese Aufklärungsarbeit als wichtigen Beitrag zum Insektenschutz und fördert das Vorhaben mit rund 95.000 Euro. Christiane Overkamp, Geschäftsführerin der Stiftung, hebt hervor: ´Privatpersonen, Behörden, Unternehmen, Kirchengemeinden und Verantwortliche in der Politik - alle können etwas für den Bienenschutz tun. Dieses Projekt spricht mit ganz unterschiedlichen Aktionen die verschiedensten Bevölkerungsgruppen an und motiviert sie, in ihrem Umfeld eigenständig etwas für den Schutz der Bienen zu tun.´

HonigConnection arbeitet eng mit dem Wildbienenprojekt der Stadt Köln zusammen. Denn beide, Wild- und Honigbienen, sind bedroht und wichtig für die Artenvielfalt und die Nahrungsmittelerzeugung. ´Das Engagement und die Initiative des Kölner Imkervereins mit dem Projekt HonigConnection macht in besondere Weise auf das Insekten- und Bienensterben aufmerksam. Dem Problem trägt auch der Umweltausschuss Rechnung, indem er mich beauftragt hat, ein Konzept zum Schutz von Insekten im Stadtgebiet zu entwickeln. Die Stadt Köln freut sich über so engagierte Initiativen und es ist gut, dass wir sofort gemeinsame Projekte angehen und umsetzen.´ meint Konrad Peschen, Leiter des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes. So ist HonigConnection auch bereits Mitglied von Smart City Cologne. Denn Bienen sind smart: Komplett klimaneutral erwirtschaften sie als wichtigste Nutztiere nach Rind und Schwein allein in Deutschland jährlich ca. 2 Milliarden Euro - und produzieren zusätzlich noch ihren süßen Honig.

Flieg mit uns - die süßeste Fluggesellschaft der Welt

´Warum sterben eure Bienen?´ wurden die Imkerinnen Iris Pinkepank und Stephanie Breil immer wieder gefragt. So entwickelten sie die Idee für HonigConnection. ´Die Menschen sind besorgt und fühlen sich ohnmächtig. Deshalb zeigen wir Zusammenhänge auf, berühren aber auch mit der Schönheit der Natur.´, erklärt Pinkepank. ´Das Insektensterben ist menschengemacht. Und nur wir selbst können etwas dagegen tun.´ Die beiden haben ihre Imkerei-Fachkreise verlassen und wenden sich mit HonigConnection an die Öffentlichkeit.

2018 ist ihr Motto: Flieg mit uns - die süßeste Fluggesellschaft der Welt. ´Damit starten wir eine Bewegung für den Bienen- und Insektenschutz. Ausgehend von der Stadt strahlen wir mit unseren Aktivitäten aus auf das Land und die Landwirtschaft.´ sagt Breil. Rückenwind erhält das Projekt auch vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung. Denn viel zu lange blieb das Bienensterben unbeachtet. Dabei ist es ein gravierendes weltweites Problem. Es droht ein massiver Verlust der Artenvielfalt. Dem folgen Verödung und Nahrungsmittel-Verknappung in ungeahntem Ausmaß.

? Nachhaltige Bienen-Förderung für Unternehmen

Teil des vielfältigen Konzepts und auch eine wichtige Finanzierungsquelle ist die Unterstützung von Unternehmen. So imkert die HonigConnection in Firmen z. B. in den Nachbarschaften der GAG- Immobilien AG, produziert firmeneigenen Honig und sorgt für positive Kommunikation und Außenwirkung - ganz im Sinne der Menschen und der Bienen.

HonigConnection bringt Licht ins Dunkel des Bienenstocks

Um möglichst viele Menschen zu begeistern und zu befähigen, konkret etwas für das Überleben der Bienen zu tun, entwickeln Pinkepank und Breil fächerübergreifende Unterrichtsangebote für Schulen. Sie imkern in Nachbarschaften, organisieren eine Filmnacht über Bienen, verwandeln Grün- in Blühflächen. Vom 7. bis 9. September 2018 holen sie den Pädagogen-Kongress ´Bienen machen Schule´ in die Domstadt. Und sie veranstalten öffentliche Bienen-Foren zu Imkerei-Themen, die Licht ins Dunkel des Bienenstocks bringen: wie z. B. die künstliche Besamung von Bienenköniginnen. Sie sind nicht nur aktiv am Weltbienentag und am Internationalen Tag der Honigbiene, sondern auch an vielen anderen Aktionstagen. Auf der HonigConnection-Website und Wissensplattform gibt es Mitmachaktionen, wie beispielweise den Fotowettbewerb der schönsten Bienenfotos. Im Dezember beschließen sie das Bienenjahr mit einer Messe zu Ehren des Heiligen Ambrosius, dem Schutzherrn der Bienen, Imker, Wachszieher und Printenbäcker.

´Im Netz ist so viel Wissen über die Insekten. Wir müssen nichts neu erfinden. Aber wir machen es bekannter und leichter auffindbar.´, sagt Frank Mann, erster Vorsitzender des Kölner Imkerverein von 1882. e. V. Mit fast 300 Mitgliedern ist der Kölner einer der größten Imkervereine Deutschlands. Er verzeichnet jährlich bis zu 30 neue Mitglieder, meist junge, motivierte Menschen, davon viele Frauen. Sie alle tragen die Aktivitäten von HonigConnection mit.

In unserem Ökosystem sind die Bienen eine unersetzliche Schlüsselspezies. Ohne sie überleben Vögel und Igel nicht und ebenso wenig deren Fressfeinde. In unserer Ernährung hängt jeder dritte Bissen von ihrer Bestäubungsleistung ab. - Die Bienen haben dank der Schwarmintelligenz ihres Superorganismus Jahrmillionen überlebt. HonigConnection trägt dazu bei, dass es auch so bleibt. Also, steigen Sie ein und fliegen Sie mit ? die Bienen brauchen uns Menschen jetzt!



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