21.02.2017 / 16:14 - Rubrik: Rodenkirchen

Der Kröten-Schildbürgerstreich

Der Krten-Schildbrgerstreich




Sperrung des Zollstocker Weges für 2017 wieder vom Tisch



In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen verkündete die Verwaltung in einer Mitteilungsvorlage, dass die noch vor weniger als drei Wochen im Umweltausschuss des Rates angekündigte Sperrung des Zollstocker Weges mit einer alternativen Zuwegung für die Kleingärtner über den Efferenweg nicht durchgeführt werden kann. Als Grund wurden massive Proteste der Anwohner und Kleingärtner genannt.



Dazu der Sprecher des Ortsverbandes und Landtagskandidat der GRÜNEN in Rodenkirchen: ´Die Verwaltung hatte jetzt mehr als zwei Jahre, um mit den Anwohnern ein vernünftiges Konzept für eine neue Zuwegung zu beraten. Exakt diesen Auftrag hatte die Verwaltung in 2015 mit dem Beschluss der Bezirksvertretung. In wirklich jedem Umweltausschuss habe ich persönlich seit einem Jahr bei der Verwaltung immer wieder nachgefragt, wie der Planungsstand ist. Immer wurde mir versichert, dass die Verwaltung kurz vor einer Lösung stünde. Dann wird endlich eine Lösung verkündet und drei Wochen später zurück genommen. Unter einer professionellen Arbeit der Verwaltung verstehe ich wirklich etwas anderes.´



Auch der Bezirksvertreter Frank Theilen von Wrochem äußerte sich am Rande der Sitzung der Bezirksvertretung kritisch zum Vorgehen der Verwaltung: ´Wir weisen seit mittlerweile Jahren darauf hin, dass es eine gute, mit den Betroffenen vor Ort abgestimmte, Lösung wäre die Zuwegung über die Straße ´Am Eifeltor´ zu machen, da die anderen Alternativen aus verschiedenen Gründen nicht gut geeignet sind. Das die Verwaltung dann mit einem anderen Vorschlag vorprescht, der offenbar nicht einmal mit den Initiativen vor Ort abgesprochen ist, ist eine Frechheit. Leidtragende sind in diesem Fall Kröten und Spaziergänger, die wieder mit erheblichem Autoverkehr auf dem Zollstocker Weg leben oder, wie im Fall der Kröten, eben sterben müssen.´



Erdkrötenbestände werden insbesondere durch die Zerschneidung ihrer Lebensräume mittels Straßen bedroht. Bei ihren alljährlichen Wanderungen, insbesondere vom Winterquartier zum Laichgewässer und später von dort zum Sommerlebensraum, erleiden sie überall in Mitteleuropa hohe Verluste durch den Kraftfahrzeugverkehr.




Pressemitteilung des Ortsverbandes der GRÜNEN in Rodenkirchen vom 21.02.2017



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