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News: Schäl Sick Brass Band
08.10.2008 / 10.24 Uhr

Foto: Philip Lethen

Schäl Sick Brass Band

Am Freitag den 24. Oktober 2008 gibt es wieder Live Music im Kölner Süden. Peter Sörries und Jürgen Bürger präsentieren Ihnen mit der Schäl Sick Brass Band die herausragenden Vertreter der worldmusic made in cologne.
Als Handwerker, die sich sorgfältig die Rosinen der verschiedensten musikalischen Traditionen des multikulturellen Köln herauspicken: so verstehen sich die Musiker der Schäl Sick Brass Band.
Ihre Anfänge nahm die Schäl Sick Brass Band als vielköpfige Blaskapelle auf der „Schäl Sick“, der „falschen Seite“ Kölns – ohne Dom und ohne tolle Einkaufsstraßen, dafür aber ungeschminkt, rauh und herzlich in ihren Arbeitervierteln. Weltmusik-Liebhaber Raimund Kroboth fand hier den richtigen Nährboden vor und gründete die Schäl Sick Brass Band. Heute kann von einer klassischen Brass Band nicht mehr die Rede sein. Um den gebürtigen Bayern und studierten Jazz-Gitarristen Kroboth schart sich eine internationale, virtuose Truppe, die eines verbindet: stilistische Vielseitigkeit und musikalischer Freimut.
Auf in die exotische Welt der Musik! Weit weg, bis nach Asien und noch weiter - aber bitte nie vergessen, wo man herkommt! Die Kölner Schäl Sick Brass Band mit ihrem fünften Album, welches sie an diesem Abend präsentieren werden, lädt wieder einmal zu einer musikalischen Reise vom Rhein über den Balkan in ferne Länder ein.
„Ein musikalischer Aufruf zur Völkerverständigung“, wie einmal die Presse schrieb, oder „Exotissimo“, wie vom Rundfunk bewertet - seit 15 Jahren vermischt die vielköpfige Band zusammen mit illustren Gästen die musikalischen Traditionen, die auf dem Weg von der Rheinmetropole bis tief in die Türkei und noch viel weiter an einem vorbeirauschen. Temporeich und spektakulär wird gereist auf dem Klangkörper der zahlreichen Blasinstrumente, angetrieben von einem gleißenden Feuerwerk aus Perkussion und Schlagzeug. Die Erlebnisse und Eindrücke der Reise werden stimmungsvoll durch die variationsreichen Stimmen der Sängerinnen erzählt.
Mit ihrem Credo „Global denken - lokal blasen“ sind sie eine schillernde Institution in Köln und nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass die rheinische Metropole in den 1990ern einen multikulturellen Musikanstrich bekommen hat. Seit mehr als fünfzehn Jahren koppelt die Schäl Sick Brass Band Balkan-Melodien mit Afrobeat, Persisches mit Karnevalistischem, Marschmusik mit Arkadien. Manchmal hört man eher wenig von der sonst so rast- und ruhelosen Kosmopoliten-Combo gehört. Doch der Schein trügt: Die Musiker um Initiator und Saitenkünstler Raimund Kroboth sind dann auf Welt- will heissen Bildungsreise, um Geräusche, Gerüche und Gewürze zwischen Algerien und Athen, Stommeln und Teheran, Westjordanland, Kairo und Heiligenhaus aufzusammeln. Für das internationale Publikum kredenzen sie nun an diesem Abend ihr neuestes Programm:
„Prasti Music“ heißt das Konzept, hinter dem sich in typischer Schäl Sick-Manier arrangierte Lieder aus Norwegen, Schweden, Bulgarien, der Türkei, Albanien, Griechenland und Usbekistan verbergen - und ebenso ein neues Line-Up. Der Trompeter Udo Moll bildet mit der Klarinettistin Annette Maye, Posaunist Matti Muche und Joachim Gellert eine transparente Bläsersektion, türkisches Flair fließt mit Serdar Yaylas baglama und Fethi Aks Orient-Perkussion ein. Radek Stawarz steuert Violinklänge bei, das Fundament kommt vom polnischen Drummer Mirek Pyschny. Und die Sängerin Anna Lindblom haucht neuerdings nordisches Leben in die Multikulti-Bude.
Das Konzert beginnt um 20 Uhr im bistro verde (Maternusstr. 6, 50996 Köln-Rodenkirchen). Der Eintritt kostet 12 Euro.







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